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OPNsense / pfSense – Firewall auf Profi-Niveau
Was Consumer-Router nicht können: echte Netzsegmentierung, Intrusion Detection, vollständiges Firewall-Logging und WireGuard-VPN – auf Standard-PC-Hardware, kostenlos und ohne Cloud.
Was ist OPNsense?
OPNsense ist ein quelloffenes Firewall- und Router-Betriebssystem auf Basis von FreeBSD. Es übernimmt die Aufgaben, die in professionellen Netzwerken von dedizierten Firewalls erfüllt werden – stateful Packet Inspection, VLAN-Segmentierung, Intrusion Detection, VPN-Gateway, Traffic Shaping – zu deutlich niedrigeren Kosten und mit vollständiger Transparenz über den Code.
OPNsense oder pfSense?
Beide Systeme haben gemeinsame Wurzeln. pfSense wurde 2004 gestartet, gehört heute dem Unternehmen Netgate und hat sich in den letzten Jahren zunehmend in Richtung proprietärer Cloud-Dienste und Subscription-Modelle entwickelt. OPNsense wurde 2015 als echter Open-Source-Fork gegründet und entwickelt sich seitdem schneller weiter: wöchentliche Security-Updates, aufgeräumte Oberfläche, bessere Plugin-Architektur.
Unsere Empfehlung: OPNsense – vollständig quelloffen, aktiv gepflegt, keine Vendor-Lock-in-Tendenz.
Was OPNsense kann – was die FritzBox nicht kann
- Netzsegmentierung mit VLANs – IoT-Geräte, Gäste und Produktivsysteme in getrennten Netzwerken, die sich nicht gegenseitig sehen
- Intrusion Detection / Prevention (IDS/IPS) mit Suricata – erkennt und blockiert bekannte Angriffsmuster in Echtzeit
- WireGuard- und OpenVPN-Server – sicherer Fernzugriff ohne Drittanbieter-Dienst
- Vollständiges Firewall-Logging – jede Verbindung wird protokolliert, auswertbar, filterbar
- DNS-Resolver (Unbound) – lokale DNS-Auflösung mit DNSSEC-Validierung
- HAProxy – Reverse Proxy für intern gehostete Dienste mit TLS-Terminierung
- Traffic Shaping – Bandbreitenpriorisierung pro Gerät oder Dienst
Netzwerkstruktur mit OPNsense
Internet
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OPNsense (Firewall / Router)
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├── LAN 192.168.1.0/24 – Arbeit / Server
│ └── Strikte Firewallregeln: nur erlaubte Verbindungen
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├── IoT 192.168.10.0/24 – SmartTV, Drucker, Smarthome
│ └── Kein Zugriff auf LAN; nur Internet erlaubt
│
├── Gast 192.168.20.0/24 – WLAN für Besucher
│ └── Nur Internet, isoliert vom Rest
│
└── DMZ 192.168.30.0/24 – öffentlich erreichbare Dienste
└── Eingehend nur definierte Ports
Hardware
OPNsense läuft auf normaler x86-Hardware. Für Heimnetz und kleine Büros reichen:
- Mini-PC mit 2+ Netzwerkports (z.B. Topton, Beelink, Protectli) – günstig, lautlos, stromsparend
- Alte Workstation oder Desktop-PC mit Zusatz-NIC – für Hobbyisten, zum Ausprobieren
- VM auf Proxmox – ideal für Labumgebungen; mit PCIe-Passthrough kann auch die echte NIC durchgereicht werden
Faustregel: Für Gigabit-Internet ohne IDS/IPS reichen 2–4 CPU-Kerne und 4 GB RAM. Mit aktivem Suricata-IPS empfiehlt sich etwas mehr Rechenleistung.
Einstieg
OPNsense wird als ISO-Image heruntergeladen und direkt auf die Hardware installiert – ähnlich wie Proxmox. Nach der Installation ist das System über den Browser auf Port 443 erreichbar. Die Dokumentation ist ausführlich, die Community aktiv.
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